verlorener Tag

Eigentlich wollten wir ja heute in punkto soziale Integration weitermachen und Anjas Bürokollegin besuchen, ihren Mann und die beiden Zwillingsmädchen, die nur ein Jahr älter sind als Mats und untereinander deutsch sprechen. Die Familie wohnt auf der Südseite der Stadtinsel und hat auch einen beeindruckenden Fjordblick. Aber die Kinder sind genauso schüchtern wie Mats, und so wurden sie gar nicht warm miteinander oder wechselten gar ein Wort Deutsch. Nach dem Mittagessen machten wir einen Spaziergang zum Strand. Mischa nahm schon mal die Angelrute mit. Anja trug Mats in der Kraxe, und ich schleppte mich selbst hinterher. Der Strecke durch den sog. Volkspark war viel unwegsamer als gedacht und ich hatte meine Cross-Schiene nicht dabei. Nach einer Stunde Wandern wußte ich, dass ich gerade noch den Rückweg schaffen würde aber nicht mehr. Dazu kam es aber nicht, weil Anja mit Mats auf dem Rücken vorausging, um das Auto zu holen, damit ich noch nicht mal zurückgehen müßte. So konnte ich eine halbe Stunde lang aufs Meer schauen, mir einen kühlen Wind ins Gesicht wehen lassen, und mir denken, dass ich in erster Linie der Bremsklotz meiner Liebsten bin. Egal ob in Ekel oder Tromsö.

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