Das erste Mal

Eigentlich gab es ja gestern Abend schon ein Vorspiel. Als ich um 21.30 auf den Balkon trat, waren sie da, die weißen Schlieren. Noch nicht sehr intensiv, sagte Anja, aber deutlich erkennbar: Wie ein Seestern hatten sie sich über den Himmel gelegt, und machten ihn irgendwie weiter. Erhabener. Und heute, als ich schon gegen 18.40 auf den Balkon trat, um wie jeden Abend um die Zeit die Hurtigruten zu verabschieden, waren sie tatsächlich wieder da, meine ersten Polarlichter. Sogar eine Spur intensiver und mit Grünstich. Der Seestern hatte sogar ein Tentakelende eingerollt. Nichts besonderes für alte Polarhasen und nicht ganz anders als ich es mir vorgestellt hatte. Und wäre es Mittsommernacht und ich hätte einen klaren Blick auf die Milchstrasse erwischt, wäre es nicht viel anders gewesen. So aber war es eben hier, ganz weit im Norden. Und ich war fasziniert. Und es fühlte sich richtig an. Dieses Trömsö.

Und sonst? Tagsüber alles ganz normal. Und Abends habe ich ein schnelles Abendessen gekocht, das durchaus den Beifall der Liebsten fand. Zum Schreiben komme ich erst viel später, während Matsens Zubettgehprozedur. Zu meiner gehört jetzt wahrscheinlich ein letzter Blick auf die Polarlichter.

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