Arbeit ist eine Lotterie

Ein ganz normaler Tag im Leben des Medienmenschen Jens Dücker, der nicht nur von seiner Unfallrente leben will. Ich mußte einer Redakteurin erklären, dass von der Expedition mit dem eingefrorenen Schiff, die das norwegische Polarinstitut im kommenden Jahr veranstalten wird, nicht sofortige Erkenntnisse für die Klimaforschung zu erwarten sind. Und die müssen doch am Ende der Radiosendung sein. Dabei geht es doch darum, eine Datenbasis zu erstellen. Etwas anderes habe ich auch nie behauptet. Es hat sich also nichts geändert in meinem Geschäft. – trotz meiner mehrjährigen Abwesenheit. Vielleicht auch deswegen… Außerdem sei ich ja nicht unabhängig genug, weil meine Frau ja damit zu tun hätte. Aber dafür bin ich ja ganz unabhängig von Arm und Bein, die ich ohnehin hierlassen muß, wenn ich an Bord gehe…
Bei Anja war der Tag heute nicht wie üblich. Heute gab es ein Seminar für Instituts- und Norwegenneulinge. Ergebnis: Das norwegische Polarinstitut hat eine phantastische Bibliothek und zahlt Sprachkurse für uns. Und in allen öffentlichen Einrichtungen in Norwegen wird an einigen Freitagen eine Weinlotterie veranstaltet. Die Lose sind gar nicht so teuer, der zu gewinnende Wein dagegen umso mehr. Und jede Abteilung ist mal dran, diese Lotterie auszurichten. Ob die Ausrichter, wenn aus unwahrscheinlichen Gründen, nicht alle Flaschen verlost werden konnten, sie dann austrinken dürfen, oder ob es einen Edle-Tropfen-Jackpot gibt. – darüber fehlt jede Information.

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