Die Zeit, in der einem alles um die Ohren fliegt.

Anja ist heute mulmig geworden angesichts der Ereignisse auf dem Forschungsschiff, auf dem auch sie  in 2 Wochen arbeiten wird: Die Lance steckt in einem starken Orkan mit über 40 Metern pro Sekunde Geschwindigkeit. Das ist deutlich jenseits Windstärke 12. Einige Messinstrumente sind noch auf dem Eis, in dem die Lance eingefroren ist. Anja ist zuversichtlich, dass der Wettermast so gut im Eis verschraubt ist, dass er noch steht, wenn auch dieser Orkan vorüber ist. Ich habe heute eigentlich nur meine Übungen und etwas Hausarbeit gemacht. Die Witterung hat mich aber auch dabei eingeholt: Die Gemeinde Tromsö hat mir eine sms geschickt, in der sie die Nachteile bedauert, die mir dadurch entstehen, dass nicht überall gestreut ist, obwohl der zuständige Unternehmer ohne Pause daran arbeitet. Aber es sei ja nur für kurze Zeit (en kort periode) steht am Ende. Das werden die Leute auf der Lance auch hoffen. Aber die sitzen ja ohnehin ganz gemütlich in der Messe, und wissen nichts von der Aufregung, die ein Übermittlungsfehler vom Schiff ans Institut dort ausgelöst hat: Nicht Meter pro Sekunde; über 40 Knoten muß es heißen. Nachdem Anja das gemerkt hat, konnte sie erstmal ruhig Luft holen und freut sich jetzt wieder auf ihren Schiffs- und Außeneinsatz. Denn ihre Kolleginnen und Kollegen können schliesslich alle auf sich selbst aufpassen.

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2 Kommentare zu “Die Zeit, in der einem alles um die Ohren fliegt.

  1. Lieber Jens, liebe Anja, lieber Mats! Habe gerade endlich wieder ein bisschen Blog gelesen und wollte Euch allen gute Reise, keinen Sturm mehr und alles Liebe wünschen! Jens, wir freuen uns schon sehr auf Dich! Verbringt noch recht gute Tage, auf bald, Danica und Co.

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  2. Die höchste Windstärke, die ich erlebt habe, war acht auf einem Minensuchboot in der Nordsee. Mir war so schlecht, dass ich nur noch liegend auf dem Fußboden des Funkraums arbeiten konnte. Wie ein Schiff aber reagiert, wenn es eingefroren dem Sturm ausgesetzt ist, kann ich mir nicht so recht vorstellen. Ich wünsche euch drei jedenfalls viel Glück, sowohl in als auch auf dem Eis. LG Rolf

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