Auf Spikes in den Mai?

Heute um 10uhr 10 schrieb Anja, ich solle die Sonne geniessen. Tatsächlich hatte ich vor lauter Training – ich bin längst wieder  meiner Heimtherapieroutine verfallen – noch gar nicht gemerkt, dass es im Wohnzimmer ungewöhnlich warm geworden war. Dass die schneebedeckten Gipfel in der Ferne ihre bestimmt mythischen Häupter heute in Wolken gehüllt hatten, war mir schon aufgefallen. Aber wie nun die Sonne geniessen? Auf dem Balkon kam angenehm frische Luft dazu, aber kühl war es doch. Zu kühl, um Stühle an den großen runden Tisch zu schieben. Selbst in der Daunenjacke war das noch nicht zu geniessen. Iris, die in ihrem letzten Kommentar schon etwas von selbstgezogenen Tomaten auf unserem Balkon lesen wollte, kann ich nur sagen: Dieses Jahr sicher nicht mehr. Damit hätte ich schon spätestens im März anfangen müssen, anstatt faul in irgendwelchen Kliniken oder Ferienhäusern herumzuhängen. Nächstes Jahr versuch ich es dann aber richtig, wenn nicht etwas ganz Wichtiges dazwischen kommt. Den Übergang von der polaren Nacht zu langen Tagen genauer mitzubekommen, zum Beispiel. Im Moment ist es bis 23Uhr noch hell, und wenn ich um 4 Uhr aufwache, schon wieder. Und meine größte Befürchtung hat sich auch nicht bewahrheitet: dass ich auf dem Weg zum Kindergarten noch Spikes an den Schuhen brauchen würde, wenn wir Ende April nach Tromsö zurückkehren. Noch nicht mal auf dem Rollfeld bin ich ausgerutscht, nachdem der Flieger aus Oslo gelandet war.

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