Wiederholungen

Heute Mittag hat sich die Sonne noch mal so richtig angestrengt, zwischen den Bergen im Süden zu hängen und ordentlich zu strahlen. Da ist mir erst aufgefallen, dass wir das schon lange nicht mehr hatten. Alles ist schon auf die dunkle Zeit eingestellt. Im Kindergarten gibt’s ein Mjörketidsfest und in den Läden Dunkelzeitgebäck (zum Glück für Mats ist das ziemlich süß) Schon ab Nachmittag sind die Lichter der Stadtinsel die deutlich größere Lichtquelle als die Strassenlaternen auf unserer Festlandseite. Es sieht faszinierend gut aus, aber es fehlt das Staunen des ersten Winters. Ich frage mich schon, wie oft sich das wohl noch wiederholt. Auch in Ekel machen die Mieter schon alles winterfest. Ohne Fritz. Der Kater, der vor 14 Jahren auf dem Hof geboren wurde, und den alle, die regelmäßig da waren, in ihr Herz geschlossen hatten, ist überfahren worden. Nun muß seine Zwillingsschwester den Mäusejob alleine machen. Eine Nachricht aus der Heimat, die mich trauriger stimmt, als ich es für möglich gehalten hätte. Ein Tiernarr war ich schliesslich nie. Das rückt aber wieder die Frage in meinen Kopf, wie lange ich wohl noch beim Denken auf Meer und Berge blicken kann. Unser zuhause wird dann und dort sein, wohin es die kleine Familie verschlägt. Und es darf gerne Deutschland sein, merke ich deutlich, auch wenn ich dafür diese phantastischen Blicke aufgeben muß. Und meinen Physiotherapeuten.

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