Hüttenschreiben

Anja ist seit Neuestem Mitglied im norwegischen Gegenstück zum Deutschen Alpenverein. Dazu gehört ein Schlüssel für alle Selbstversorgerhütten der Umgebung. Mats und Anja probieren das an diesem Wochenende gleich aus. Ich darf ausspannen und zuschauen, wie der starke Schneefall immer wieder die Sicht auf die Stadtinsel homplett ausfallen läßt. Außerdem kann ich mich endlich mal konzentriert meinen fiktionalen Projekten widmen, von denen ich im Moment gleich 2 am Laufen habe. Dabei stelle ich fest. Ein richtiger Schriftsteller hat keine Zeit mehr für ein Patientendasein und die damit verbundenen Therapien. Ich könnte den ganzen Tag damit verbringen, meinen Figuren zuzusehen und versuchen, mit dem Schreiben hinterherzukommen. Was mich allerdings noch mehr beunruhigt: Seit Anja und Mats am frühen Nachmittag aufgebrochen sind, habe ich noch nichts von Ihnen gehört. Vom Ankommen in der Hütte, zu der Anja den Kleinen das letzte Stück vom Parkplatz in einer Pulka ziehen mußte, was Mats wahrscheinlich sehr genossen und trotz des vielen Schnees, der auf ihn herabrieselte, verschlafen hat. Auch vom Ankommen in der Hütte und dem ersten Anfeuern des Ofens, weiß ich nichts. Sollte die Hütte etwa in einem Funkloch liegen? Einen Ort ohne Mobilfunknetzabdeckung habe ich hier noch nie erlebt. Ich bin gespannt, was die beiden morgen berichten werden.

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