Trollvassby

Heute mittag war es dann so weit: Ich mußte alles Rollos im Wohnzimmer runtermachen. Auch jenseits des Schreibtisches gab es nur Blendung durch die Sonne, die es niemandem recht machen kann. Dazu noch die Tür zum Balkon auf, denn in unserem quasi-Wintergarten mit Rundummeerblick wurde es auch deutlich zu warm. Draußen – auch auf unserem Balkon – liegt viel Schnee. Kalt ist es aber gar nicht. Schon seit Tagen liegen die Temperaturen über dem Gefrierpunkt. Und es regnet. Was das für den Untergrund und mein Fortkommen darauf bedeutet, dürften regelmäßige Leser wissen. Auch meine Lieblings-Peronaeusschiene kann da nichts mehr ausrichten und gibt mir keinen Halt mehr. Zum 2. Mal war ich damit bei nord norges othopädiske Werksted. Die haben auch etwas geändert, was sich auch erstmal ganz gut anfühlte. Zu Testzwecken bin ich im Schnee auf dem Parkplatz der othopädischen Werkstatt herumgelaufen. Das ging auch noch. Aber zu früh gefreut. Rauf und runter im Treppenhaus geht damit nicht mehr. Nachdem ich zwischenzeitlich nur noch mit Schrittgrößen zwischen einem und 1o zentimetern über die Fußgängerbrücke zur Bushaltestelle schleichen konnte, dachte ich schon, jetzt hätte ich eine Verletzung am Sprunggelenk und es würde sich nun rächen, dass die Bänder dort früher so oft gerissen sind. Aber das ist es auch nicht. Kein organischer Schaden. Kürzer treten holft noch am allerbesten: einfach nicht mehr als 30 Minuten am Stück gehen. – auf diesen Kompromiß haben der tromsische Winter und ich uns nun geeinigt. Und im April bin ich wieder zur Reha in Murnau, wo ich meine Lieblingsorthese vor einem Jahr bekam. Die sollten die auch wieder reparieren können. Und obwohl die Zugspitze dort quasi vor der Haustür liegt, so viel Schnee und Eis, dass ich nicht mehr in die Busse einsteigen kann, wird dort dann nicht auf den Strassen liegen. Mats hats gut: der darf faul in seiner Pulka liegen und sich von Anja zur Trollhütte ziehen lassen. Das ist die, die im Funkloch liegt, in der die beiden es sich schon mal haben gut gehen lassen. Und das tue ich auch, dieses Wochenende, an dem ich machen kann, was ich will: So zum Beispiel mein Sprunggelenk ganz in Ruhe lassen und keine Heimtherapien machen. Mir vielleicht nur die Schneeskulpturen anschauen, die gerade auf Tromsös Hauptplatz entstehen.

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