Jahreszeiten durcheinander geweht

Wir haben heute Schnee gesammelt und getrunken“ berichtete Mats am vergangenen Montag, als ich ihn abholte. Sein Kindergarten muß ein ganz eigenes Mikroklima haben. Ich habe auf dem Weg zur Bushaltestelle nur Graupel und ein bißchen Schneeregen mitbekommen. Was am letzten Wochenende bei uns Flachländern als pures Nass runtergekommen ist, fiel auf den Bergen als Schnee. Die sind bereits weiß. Schnee ist also schon wieder ein Thema bei uns in Tromsö, obwohl er bei sehr deutlichen Plus-Temperaturen noch nicht liegenbleibt. In 2 Wochen fliegen wir ja auch schon wieder nach Deutschland. Und wenn wir Mitte November wiederkommen, wird hier alles weiß und dauerdunkel sein. Darum haben wir auch schon neue Spikes bestellt, mit denen ich auf dem zu erwartenden Glatteis nicht mehr umfallen dürfte. Am Mittwoch gab es schon keine Spur mehr von fallendem Wasser in festen Aggregatzuständen. Dafür mußte ich die Mütze an den Kopf drücken, damit Sie nicht wegweht. Auf dem Balkon ist der Grill umgeweht worden, und die letzten Reste unserer Pflanzversuche sind abgesoffen. Dafür haben wir die Minze gerettet und reingeholt. Wenn nicht in nächster Zeit auch die schweren Blumentöpfe durch die Luft geweht werden, machen wir nächstes Jahr weiter. Bei all dem Gewehe war Mats (Matthias, Matthew) gar nicht weit weg, sondern keine 200 Meter entfernt im Kindergarten.
Aus Deutschland höre ich in letzter Zeit oft, dass dort jetzt (endlich) der Herbst Einzug gehalten hat. Hier ist er schon wieder vorbei. Ich habe heute zum ersten Mal die Handschuhe angezogen.

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